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Hof Zuort
CH - 7556
Ramosch GR
Tel/Fax: 081 866 31 53
info@zuort.ch

365 Tage offen
Open 365 days
Impressum
Text: P. R. Berry
Bilder: M. Galli
P. R. Berry
D. Jenny

Seit dem der erste Jäger der Bronzezeit zum Hirten wurde (Letzte Jäger erste Hirten *), werden in Zuort Nutztiere gehalten und Bergwiesen und Weiden gepflegt.

Und das ist heute noch so. Drei Haflinger und wohl bald zwei Kühe und Hühner halten landwirtschaftliche Tradition lebendig.

Zuort (ursprünglich “Suord”) im Ei­gentum der Gemeinde Sent (Sins) wird seit Menschengedenken als Erbleh­enshof verpachtet. Die erste Urkunde im Archiv von Sent datiert vom 22. Juli 1482, vom Notar von Planta in Lat­einischer Sprache redigiert. Am 13. Juni 1611 wird dieser Lehensbrief in Ro­manischer Sprache neu verfasst.

Der Pächter Johannes Hans und seine Erben erwarben damals das Recht auf Erbpacht, solange der Zins bezahlt und das Gut und seine Wiesen, Weiden und Wald im Interesse der Gemeinde gepflegt werden sollten.

21 Siliquien Butter und 11 Pfund Ver­oneser Taler der Pachtpreis.

Dieses Pachtrecht konnte auch weiterverkauft werden, dabei war ein Vorpachtrecht für Einwohner der Gemeinde festgeschrieben.

Vor allem aber war der Verkauf dieses Pachtrechts ausdrücklich verboten an: religiöse Vereinigungen (corporaziuns religiusas), Adelige (nöbels), Potentaten oder grosse Herren (Potentats o Grands Signuors), oder andere Personen, durch welche die Lehensgeber oder deren Nachfolger, also das Gemeinwesen von Sent, in irgendwelchen Eigentums­rechten behindert werden könnten.

Ein schönes, bald 600 jähriges Beispiel guter Hege gemeinsamen Ei­gentum. Die Wurzel und der Bauplan für den dauerhaften „Kollektiven Selbsterhaltungstrieb“ in Zuort.

Die Bestrebungen des derzeitigen Eigentümers von Zuort gehen denn auch wieder in Richtung kollektives, sinnstiftend verwaltetes Eigentum (s. Philosophie).